RATGEBER · AUFTRÄGE FÜR HANDWERKER

Aufträge für Handwerker: Sieben Wege zu neuen Kunden und was jeder kostet

Empfehlung, Google-Profil, Website, Leadportale, Subunternehmer, Ausschreibungen und eigene Kampagnen im Vergleich: Kosten, Exklusivität, Planbarkeit und die Rechnung dahinter.

Frank Ewerle mit verschränkten Armen in einer ProduktionshalleFrank EwerleGeschäftsführer der Ewerle GmbH, Betriebswirt BA

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Inhalt dieses Beitrags

Neue Aufträge kommen im Handwerk über sieben Wege: Empfehlung, Google-Unternehmensprofil, eigene Website, Leadportale, Subunternehmer-Aufträge, öffentliche Ausschreibungen und eigene Werbekampagnen. Jeder Weg hat einen anderen Preis und eine andere Planbarkeit. Unten finden Sie alle sieben im Vergleich, dazu die Rechnung, mit der Sie prüfen, ob sich ein bezahlter Weg für Ihr Gewerk lohnt.

Sieben Wege zu neuen Aufträgen im Vergleich

WegWie er funktioniertWas er kostetExklusiv?Planbar?
EmpfehlungZufriedene Kunden erzählen weiternichts außer guter Arbeitjakaum: kommt, wenn es kommt
Google-UnternehmensprofilSichtbar in Maps und in der Suche nach „[Gewerk] in der Nähe“kostenlos, Pflegeaufwand für Fotos und Bewertungenjamittel: hängt an Bewertungen und Nachfrage im Ort
Eigene WebsiteReferenzen, Leistungen, Anfrageformulareinmalige Erstellung, laufende Pflegejamittel: bringt Anfragen nur mit Besuchern
LeadportaleMyHammer, CHECK24 Profis, Aroundhome, Blauarbeit8–120 € je Anfrage oder Abo ab 59 € im Monatmeist nein: 3–5 Betriebe je Anfragehoch, aber mit Bieterwettbewerb
Subunternehmer-AufträgeArbeit für Generalunternehmer oder größere Betriebekein Vertriebsaufwand, dafür geringere Margejahoch, solange der Auftraggeber bleibt
Öffentliche AusschreibungenBund, Länder und Kommunen vergeben über VergabeplattformenAufwand für Angebote und Nachweisenein: Wettbewerb über den Preismittel: Fristen und Zuschlag offen
Eigene WerbekampagnenAnzeigen in Facebook, Instagram oder Google mit eigener Anfragestrecke50–180 € je exklusiver, vorqualifizierter Anfragejahoch: Menge über das Budget steuerbar

Die Portalpreise und die Mehrfachvergabe sind im Ratgeber Leadportale im Realitätscheck mit Quellen belegt. Die meisten Betriebe fahren mit einer Mischung am besten: Empfehlung und Google-Profil als Grundlast, ein planbarer Weg obendrauf, damit die Auftragsbücher nicht vom Zufall abhängen.

Wie Ihre Kunden suchen

Handwerksbetriebe suchen im Netz nach Aufträgen, laut Google-Keyword-Planer rund 590-mal im Monat nach „aufträge für handwerker“ und 320-mal nach „handwerker aufträge finden“. Ihre Kunden suchen gleichzeitig nach Ihnen: Allein „elektriker finden“ wird rund 480-mal im Monat gesucht. Wer bei diesen Suchen nicht erscheint, weder im Google-Profil noch mit einer Website, wird gar nicht erst gefragt.

Ein großer Teil der Kunden sucht allerdings gar nicht aktiv. Wer über ein neues Bad, ein neues Dach oder eine Solaranlage nachdenkt, tut das oft monatelang, bevor er einen Betrieb anfragt. Diese Menschen erreichen Sie nicht über die Suche, sondern über Werbung im Umkreis: ein Foto vom fertigen Bad, ein Kurzvideo vom Dach, ein Satz zum Preis.

Marketing für Handwerker: Was wirklich Anfragen bringt

Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Aktuelle Fotos, vollständige Leistungen, Öffnungszeiten und vor allem Bewertungen. Bitten Sie nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv um eine Bewertung.

Eine Website mit echten Referenzen. Fotos Ihrer Arbeiten, Ihr Team, ein Anfrageformular, das auf dem Handy funktioniert. Stockfotos und allgemeine Texte überzeugen niemanden, der ein Projekt für 20.000 € vergibt.

Bilder und Videos aus Ihrem Betrieb. Sie sind der Rohstoff für Website, Profil, Social Media und Werbeanzeigen. Wie wir das aufbauen, zeigt unsere Seite Foto & Video.

Eine planbare Anfragequelle. Werbekampagnen im Umkreis mit einer Anfragestrecke, die Vorhaben, Zeitraum und Budget abfragt, bevor Sie zum Hörer greifen. So telefonieren Sie mit Interessenten, die ein Projekt haben, nicht mit Preisvergleichern.

Die Rechnung, bevor Sie für Anfragen bezahlen

Ob sich ein bezahlter Weg lohnt, entscheiden drei Zahlen: der Preis je Anfrage, die Zahl der Anfragen, die Sie für einen Auftrag brauchen, und der Rohertrag Ihres durchschnittlichen Auftrags.

Beispiel Badsanierung

  • Exklusive, vorqualifizierte Anfrage: 90–140 €
  • Anfragen je Auftrag bei exklusiven Anfragen: vier bis sechs
  • Anfragekosten je gewonnenem Auftrag: 360–840 €
  • Rohertrag je Komplettsanierung: 2.500–5.000 €

Bei mehrfach verkauften Portalanfragen ist der Stückpreis oft niedriger, die Abschlussquote aber auch: Wenn fünf Betriebe dieselbe Anfrage bekommen, gewinnen Sie im Schnitt höchstens jede fünfte. Die Werte für 16 Gewerke von der Photovoltaik bis zur Markise stehen im Ratgeber Anfragewert in 16 Gewerken.

So erzeugen wir Aufträge für Handwerksbetriebe

Bei unserer Neukundengewinnung für Handwerker laufen die Kampagnen unter Ihrem Namen, in Ihrem Einzugsgebiet und für die Leistungen, die Sie verkaufen wollen. Über Fragen im Anfrageformular klären wir vorab Vorhaben, Zeitraum und Budget. Jede Anfrage geht ausschließlich an Ihren Betrieb. So gewinnen wir zum Beispiel Wärmepumpen-Anfragen für die REGI GmbH, Photovoltaik-Anfragen für die Eenovativ GmbH und Anfragen zur Badmodernisierung für Bad & Body.

Vor dem Start prüfen wir in einer Analyse, ob in Ihrer Region genug Nachfrage für Ihr Gewerk besteht. Wenn wir das Ergebnis nicht für erreichbar halten, sagen wir ab.

Aufträge je Gewerk

Für einzelne Gewerke haben wir die Lage, die typischen Auftragswerte und die passenden Wege genauer aufgeschrieben:

Häufige Fragen

Wie bekomme ich als Handwerker neue Aufträge?
Über sieben Wege: Empfehlungen, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, eine eigene Website mit Referenzen, Leadportale wie MyHammer oder CHECK24 Profis, Aufträge als Subunternehmer, öffentliche Ausschreibungen und eigene Werbekampagnen mit Anfragestrecke. Empfehlung und Google-Profil sind die Grundlast, planbar wird es mit Portalen oder eigenen Kampagnen.
Was kostet eine Kundenanfrage für Handwerker?
Bei Leadportalen je nach Portal und Gewerk 8 bis 120 € je Anfrage, meist geteilt mit drei bis fünf Betrieben. Eine exklusive, vorqualifizierte Anfrage aus einer eigenen Kampagne kostet je nach Gewerk 50 bis 180 €.
Welches Marketing lohnt sich für Handwerker?
Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Fotos und Bewertungen, eine Website mit echten Referenzen und einem Anfrageformular, das auf dem Handy funktioniert, Fotos und Videos aus dem eigenen Betrieb und eine planbare Anfragequelle, zum Beispiel Werbung im Umkreis mit Vorqualifizierung.
Gibt es eine Alternative zu MyHammer?
Ja. Neben anderen Portalen wie CHECK24 Profis, Aroundhome oder Blauarbeit können Betriebe Anfragen über eigene Werbekampagnen erzeugen. Diese Anfragen gehen nur an den eigenen Betrieb und werden vorab zu Vorhaben, Zeitraum und Budget befragt.
Ab wann lohnt es sich, für Anfragen zu bezahlen?
Wenn der Rohertrag eines Auftrags deutlich über den Anfragekosten je gewonnenem Auftrag liegt, also Preis je Anfrage mal Anfragen je Auftrag. Bei einer Badsanierung sind das bei exklusiven Anfragen etwa 360 bis 840 € gegenüber 2.500 bis 5.000 € Rohertrag.

Quellen

Alle Preisangaben Stand 09/2026.

Wenn Ihr Betrieb planbar neue Aufträge braucht

In einem kostenfreien Erstgespräch schauen wir auf Ihr Gewerk und Ihre Region: wie viel Nachfrage es gibt, was eine exklusive Anfrage bei Ihnen kosten würde und ob sich eine eigene Kampagne rechnet. Wenn nicht, sagen wir Ihnen das.